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Die Zukunft der ambulanten Notfallversorgung in Hessen: wer übernimmt die Verantwortung?

Pünktlich zum Beginn der neuen Legislaturperiode widmet sich das 20. Gesundheitspolitische Kolloquium des Vereins für Management und Vertragsgestaltung am 2. November 2017 der Zukunft der ambulanten Notfallversorgung in Hessen. Dazu werden namhafte Vertreter der Einrichtungen des Gesundheitswesens in einer Podiumsdiskussion ihren Standpunkt deutlich machen und mit den Teilnehmern diskutieren.

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Nicht nur in Hessen, sondern bundesweit ist die ambulante Notfallversorgung zu einem Zankapfel zwischen niedergelassen Ärzten und Krankenhäusern geworden. Während sich die Kliniken als Garanten der Notfallversorgung sehen und sich auf jährlich 11 Millionen Patienten in ihren ambulanten Notaufnahmen berufen, befürchten die Vertragsärzte die Infragestellung ihres ambulanten Sicherstellungsauftrags und verweisen auf eine Milliarde Patientenkontakte der 165.000 niedergelassenen Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten pro Jahr. Trotz neuer Initiativen in Hessen, den Zugang zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst zu erleichtern, zum Beispiel über die zentrale Notrufnummer 116.117 und entsprechende Handy-Apps oder durch Koppelung der Kliniken mit ambulanten Partnerpraxen, ist der Trend der Patienten zur vermehrten Inanspruchnahme der Klinikambulanzen auch in Bagatellfällen ungebrochen.

Im Vorgriff auf sein Gutachten 2018 hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen am 7. September 2017 die Schaffung voll integrierter, regionaler Leitstellen empfohlen, die neben Ärztlichem Bereitschaftsdienst und Klinikambulanzen auch die Rettungsdienste einbeziehen sollen. Spätestens mit der Vorlage des SVR-Gutachtens im Herbst 2018 wird der Startschuss für die gesundheitspolitische Debatte um die künftigen Organisations- und Vergütungsstrukturen in der ambulanten Notfallversorgung fallen.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind:

Hans-Georg Jung, Gesundheitsamt Frankfurt, Online-Meldesystem „Ivena“
Dr. med. Thomas Menzel, Vorstand Klinikums Fulda, Vorstandsmitglied Hessische Krankenhausgesellschaft
Jochen Metzner, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Dr. med. Eckhard Starke, stellv. Vorstandsvorsitzender KV Hessen

Die Veranstaltungsreihe „Das Gesundheitspolitische Kolloquium“ bietet eine Plattform für Hintergrundgespräche und offenen Gedankenaustausch zu aktuellen Fragen der Gesundheitsversorgung. Sie richtet sich an Teilnehmer aus Hochschule, Gesundheitswesen und interessierter Öffentlichkeit. Der Verein für Management und Vertragsgestaltung e.V. erfüllt damit seinen gemeinnützigen Satzungszweck der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung auf den Gebieten der Ökonomie, des Rechts und der Politik des öffentlichen Gesundheitswesens. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht der Frankfurt University of Applied Sciences durchgeführt.

Das Krankenhausstrukturgesetz – 16 Monate nach dem Inkrafttreten

Am 01.01.2016 trat das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) in Kraft. Um die Qualität der Krankenhausversorgung zu stärken sieht es vor, die Qualität zum Kriterium für die Krankenhausplanung und -finanzierung zu machen, Anreize für eine angemessene Personalausstattung in Pflege und Hygiene zu setzen, die Krankenhausfinanzierung weiterzuentwickeln und die Krankenhäuser im Bereich der ambulanten Notfallversorgung stärker zu unterstützen. Ein gutes Jahr nach dem Inkrafttreten und pünktlich zum Eintritt in den Bundestagswahlkampf ziehen Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte – mit umgekehrten Vorzeichen – eine kritische Bilanz der bisherigen Umsetzung und beklagen unsichere Perspektiven. Weiterlesen →

Weichenstellung für eine bessere Kooperation und Koordination zwischen Heimen und Ärzten

"Nach der Festlegung neuer Gebührenpositionen für heimversorgende Ärzte zum 1. Juli 2016 sind alle Voraussetzungen für vernünftige Kooperationsverträge zwischen niedergelassenen Ärzten und stationären Pflegeeinrichtungen gegeben," resümierte Hilko Meyer, Professor für Gesundheitsrecht an der Frankfurt University of Applied Sciences die Ergebnisse einer Konferenz zur Gesundheitsversorgung in Alten- und Pflegeheimen. Er plädierte an die Kassenärztliche Vereinigung und die Pflegeverbände, bei ihren Mitgliedern verstärkt für den Abschluss von Kooperationsverträgen zu werben. Die positiven Erfahrungen bei Zahnärzten und Apotheken zeigten, dass die Gesundheitsversorgung der Heimbewohner durch eine geregelte Koordination und Kooperation erheblich verbessert werden könnten. Weiterlesen →

Vorankündigung: 18. Gesundheitspolitisches Kolloquium „Das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen – die ersten sechs Monate“

Am 4. Juni 2016 ist das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen in Kraft getreten. In den nächsten Wochen und Monaten wird sich zeigen, wie sich die Leistungserbringer im Gesundheitswesen auf die neue Rechtslage vorbereitet haben und wie die Strafverfolgung mit den neuen Straftatbeständen umgehen wird. Der Verein für Management und Vertragsgestaltung in der Gesundheitswirtschaft wird hierzu am 8. November 2016 - also ein knappes halbes Jahr nach Inkrafttreten - ein Gesundheitspolitisches Kolloquium mit Oberstaatsanwalt Alexander Badle, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung von Weiterlesen →

Das neue Antikorruptionsgesetz: Was muss sich im Gesundheitswesen ändern?

Am 14. April 2016 hat der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen beschlossen. Damit kann das lange erwartete Gesetz noch in der ersten Jahreshälfte 2016 in Kraft treten.  Wer bereits sehr kurzfristig und kurzgefasst eine erste juristische Einschätzung des Antikorruptionsgesetz
hören möchte, ist bereits morgen (Freitag, 22. April 2016, 14:00, Anmeldung) zu einer Veranstaltung an der Frankfurt University eingeladen. Im Rahmen eines zehnminütigen Kurzvortrages wird Prof. Hilko J. Meyer die Eckpunkte der neuen Regelung erläutern und ihre Weiterlesen →